Soziale Partizipation im Vor- und Grundschulalter
Grundlagen
2003. 293 Seiten. 15 Abb. 34 Tab.
(ISBN 978-3-497-01660-0) kt
DOI: 10.2378/9783497016600
€ [D] 29,90 / € [A] 30,80 / SFr 40,90
Preis E-Book: € [D] 29,90
Kurztext
Im Band „Soziale Partizipation im Vor- und Grundschulalter“ werden rechtliche Grundlagen und die historische Entwicklung der Partizipation von Kindern aufgezeigt. Es wird diskutiert, welche altersspezifischen Voraussetzungen bei jüngeren Kindern die konstruktive Lösung von Interessenkonflikten erschweren und wie man die Entwicklung von Aushandlungskompetenzen unterstützen kann. Die Bedeutung von Perspektivenübernahme, Selbstwirksamkeitsüberzeugungen und moralischen Einstellungen für die kindliche Entwicklung wird anschaulich dargestellt.
Im Band Praxis der sozialen Partizipation im Vor- und Grundschulalter werden dann Umsetzungsmöglichkeiten zur Förderung der Mitbestimmung und Mitverantwortung von Kindern bei der Gestaltung ihres Alltages aufgezeigt und eine Fülle von Anregungen gegeben, wie mit Rollenspielen, Bildgeschichten und kooperativen Spielen soziale Fähigkeiten zur Aushandlung von Konflikten entwickelt werden können. Tipps für die Vermittlung von psychologischen Basiswissen in der Aus- und Fortbildung runden diesen praxisorientierten Band ab.
Inhalt
Soziale Partizipation -- eine psychologische Begriffsbestimmung und Anforderungsanalyse: Theoretische Zugänge zum Partizipationsbegriff. Phasenmodell sozialer Partizipation. Einflussfaktoren der Partizipationskompetenz. Zusammenfassung und Ausblick
Soziale Partizipation und Rechte von Kindern -- erziehungsgeschichtliche und juristische Perspektiven: Historische Kindheitsbilder und die Rechte von Kindern. Kinderrechte im 20. Jahrhundert. Kindheit und Kinderrechtsdiskussion zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Stellenwert und Umsetzung sozialer Partizipation in pädagogischen Konzepten: Die Entwicklung von Kindern aus konstruktivistischer Sicht. Pädagogische Ansätze. Zusammenfassung
Psychologische Voraussetzungen für soziale Partizipation -- Selbstvertrauen, internale Kontrollüberzeugungen und Perspektivenübernahme: Selbstvertrauen. Kontrollüberzeugungen. Selbstwirksamkeit. Kontrollüberzeugungen, Selbstwirksamkeit und Partizipation. Perspektivenübernahme. Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis
Moralische Entwicklung als Voraussetzung für soziale Partizipation: Moral und Verantwortung im Alltagsleben. Entwicklung der Fähigkeit zur Perspektivenübernahme. Entwicklung des Verständnisses moralischer Regeln. Entwicklung von Gefühlen. Entwicklung pro-sozialen Handelns. Kooperation und Konfliktlösung. Moralische Lernprozesse in der Familie und in der Peer-Gruppe. Sozial-kognitives Modell der Förderung sozio-moralischer Sensibilität
Aggression und Konflikterziehung im Kindergarten: Konflikte und Konfliktbewältigung. Aggression und Gewalt -- Begriffe, Erscheinungsformen und Ursachen. Konflikterziehung bei Vorschulkindern
Wie lernt man Partizipation? -- Forschungsbefunde zu psychischen und kontextuellen Einflussfaktoren: Einleitende Fragestellungen. Methodische Vorbemerkungen. Forschungsergebnisse. Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis
Mit Beiträgen von C. Bredow, A. Durdel, U. Hermann, M. Hess, M. Keller, R. Strätz, D. Sturzbecher, P. Völkel, C. Waltz
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Autoreninformation
Dr. habil. Dietmar Sturzbecher, Hochschuldozent für Pädagogische Psychologie und Familien- und Jugendpsychologie, Direktor des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung (IFK) an der Universität Potsdam in Vehlefanz
Dr. phil. Heidrun Großmann, Stellvertreterin des Geschäftsführers des IFK